ESS

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Titel
Erweiterung Leibniz-Gymnasium Essen
Typ
Schulbau
Ort
Essen
Status
nicht offener Realisierungswettbewerb
Jahr
2024
Ausloberin
Stadt Essen
BGF
11.615 m²
NF
8.962 m²
Tragwerksplanung
bauart Beratende Ingenieure, Berlin
Brandschutz
Dehne Kruse Brandschutzingenieure GmbH & Co. KG, Gifhorn
Landschafts­architektur
Kretschmer Tauscher Sander Landschaftsarchitekten PartGmbH
Energie- und Klimakonzeption
Transsolar Energietechnik GmbH, Stuttgart
Visualisierung
Atelier Noise
Team
Sinje Grajewski, Markus Lager, Anna Plückbaum, Ramona Schwertfeger, Markus Willeke

Zur Neuordnung des Schulgeländes schlagen wir einen Schulcampus vor. Der Bestand wird um zwei Gebäudekörper ergänzt. Diese Gebäude sind zu Gunsten des knappen Außenraumes möglichst kompakt gestaltet - die Footprints sind minimiert, die Höhe ist ausgenutzt, die Fassaden schlank. Der Außenraum durchfließt das Schulgelände vom Park nach Norden. Alle Pausenflächen sind auf dem Bodenniveau angeordnet.
Damit eine rücksichtsvolle städtebauliche Einordnung in der heterogenen Umgebung gelingt, ist die an der Stankeitstraße positionierte zweigeschossige Sporthalle um etwa 3,5m in das Gelände eingegraben. Die Gebäudehöhe verringert sich so auf die Traufhöhe des alten Schulgebäudes. Zudem rücken durch die Verschiebung die Fensterbänder, die zur Belichtung der Halle dienen, auf Straßennievau, was Einblicke in die Halle, respektive die Aula gewährt und die Schule zum Stadtraum öffnet. In Hinblick auf die Flächenkonkurrenz im Außenraum erscheint es uns frei nach dem Motto „Kleines Grundstück, hohes Haus“ probat, den rückwärtig im Zentrum des Schulgeländes liegenden Schulneubau fünfgeschossig vorzuschlagen.
Das neue Schulgebäude erreicht man -wie das alte auch- von der Stankeitstraße. Die Interne Erschließung und Nutzungsverknüpfungen erfolgt über die in nord-süd Richtung verlaufende Erschließungslinie im Inneren des Schulgeländes. Sie reicht vom Altbau bis zum Parkplatz. Schulneubau, Sporthalle, Außensportanlagen, Kleinspielfeld und Parkplätze schließen daran an. Die Orientierung ist klar und übersichtlich. Die Wege zwischen Altbau, Neubau und Sporthalle sind kurz. An diese Linie schließt auch der Dreiklang aus Altem Hof, Eingangshof und Sporthof an, ebenso die zentralen und gemeinschaftliche Bereiche Mensa, Bistro und Bibliothek. Die großzügigen Öffnungen an den hofseitigen Fassaden von Schulneubau und Sporthalle begleiten diese Linie. Die entstehenden Blickbeziehungen, Einblick und Ausblick, stärken das Gemeinschaftsgefühl und das Bewusstsein für die gesamte Schulgemeinschaft. Die Verbindung zum Vereinsgelände des TuS Altenessen 1919 e.V erfolgt im nördlichen Bereich des Schulhofes. Einem gemütlichen Café gleich, ist das Bistro in der ehemaligen und ungenutzten Hausmeisterwohnung untergebracht.

01/23